Blei bleibt!

Unser Konzept hat sich bewährt!


Blei bleibt! Egal in welcher Dosis –
im Körper ist Blei immer schädlich.

Konzept-Blei-Biomonitoring-BI-Lebenswertes-Mechernich-05-2019


INFO zu den GESUNDHEITSGEFAHREN DURCH BLEI


Blei 
ist eine hochgiftige Substanz, die akut bei Aufnahme von 0,5 g Blei oder einem Blutbleispiegel von 1000 Mikrogramm/l zum Tode führt.

Die chronische Bleivergiftung führt zu Anämie, Leber-, Nieren- und Herz- Kreislaufschäden, kolikartigen Bauchschmerzen, gichtähnlichen Gelenkbeschwerden und insbesondere zu Nervenschädigungen wie Lähmungen, Krämpfen, ADHS und anderen Verhaltensstörungen.

Niedrigbleibelastungen über einen längeren Zeitraum führen zu untypischen Allgemeinbeschwerden wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Hörstörungen und kognitiven Entwicklungsverzögerungen. Sie haben eine mutagene und krebs- erzeugende Wirkung und können Organerkrankungen mit anderer Ursache zusätzlich verschlimmern. Sie sind schwer erkennbar und werden von Betroffenen z.T. erst ab einem Blutbleispiegel von über 400 Mikrogramm selbst wahrgenommen.

Das macht die Diagnose für Ärzte im Klinikalltag so schwierig. Sie müssen im Mechernich- Kaller Gebiet dahingegen sensibilisiert werden, dass sie entsprechende Blutuntersuchungen grundsätzlich in Betracht ziehen, wenn Diagnosen anderweitig nicht hundertprozentig eindeutig sind.

Blei ist krebserzeugend
Seit Juni 2006 stuft die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Blei und seine anorganischen Verbindungen als krebserzeugend gemäß Kategorie 2 ein. In dieser Kategorie 2 finden sich Stoffe, die als „krebserzeugend für den Menschen“ anzusehen sind und einen nennenswerten Beitrag zum Krebsrisiko leisten.

Blei birgt das Risiko für eine eingeschränkte Intelligenzentwicklung 
Die EFSA (European Food Safety Agency) hat 2013 eine Wissenschaftliche Stellungnahme zu Blei in der Nahrung veröffentlicht. Darin schätzt sie, dass bereits eine tägliche Bleiaufnahme von einem halben Mikrogramm Blei pro Kilogramm Körpergewicht zu einem Zusatzrisiko für eine eingeschränkte Intelligenzentwicklung bei Kindern führt.

Blei beeinflusst die sexuelle Entwicklung von Mädchen und Jungen
Bereits 2009 hat die Kommission Human-Biomonitoring des Bundesumweltamtes über endokrine, also hormonelle Wirkungen von Blei berichtet. Blei beeinflusst die sexuelle Reifung, d.h. Pubertätseintritt, Regelblutung, Schambehaarung und Brustentwicklung bei Mädchen wie auch die Körpergröße, das Gewicht und den Pubertätsbeginn bei Jungen.

Blei beeinflusst während der Schwangerschaft das ungeborene Kind
Mädchen/Frauen im gebärfähigen Alter wurden bereits 1996 von der Kommission Human Biomonitoring des Umweltbundesamtes als besondere Risikogruppe eingestuft, Zur Begründung heißt es:
„Wegen des ungehinderten Übertritts von Blei durch die Plazenta lässt sich bereits pränatal ab der 12. Schwangerschaftswoche eine Bleiaufnahme durch den Feten nachweisen. Blei Ionen passieren in einem nicht näher bekannten Umfang die Blut-Hirn- Schranke, beim Kind wahrscheinlich effektiver als bei Erwachsenen. Der sich entwickelnde Fetus und Kleinkinder sind gegenüber Blei besonders empfindlich. Als schwerwiegend werden die subtilen Wirkungen auf zentralnervöse Funktionen gewertet, für die auch bei geringer Bleibelastung mit Konzentrationen im Vollblut von 100 – 150 Mikrogramm pro Liter hinreichende Anhaltspunkte vorliegen (Veränderung neuropsychologischer und verhaltensabhängiger Parameter).“

Quellen:

1 2.Addendum zur „Stoffmonographie Blei – Referenz- und „Human- Biomonitoring“ - Werte der Kommission „Human- Biomonitoring“. Bundesgesundheitsblatt- Gesundheitsforschung- Gesundheitsschutz 2009 - 52:983-986

2 Weitere Sachverhaltsmitteilung bei Überschreitung von Prüfwerten nach der BbodSchV für die Wirkungspfade – Boden-Mensch und Boden-Nutzpflanze. LANUV- Arbeitsblatt 22 Recklinghausen 2014. (ISSN-1864-8916 Internet)

3 A Strategy for Comparing the Contributions of Environmental Chemicals and Other Risk Factors to Neurodevelopment of Children (Eine Strategie zum Vergleich der Beiträge von Umweltchemikalien und anderen Risikofaktoren zur neurologischen Entwicklung von Kindern); David C Bellinger: Environmental Health Perspectives, Volume 120/4, 2012



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